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22.07.2018 Vaterland

Sachsen Artikellogo.jpg
VATERLAND 

 Leitwort 

 Lenau 
 
Nicht nach doppelfarb'gen Schranken,
nicht nach Mark und Meilenstein, 
nicht nach Farben, nicht nach Namen
teile ich mein DEUTSCHLAND ein;
denn mein DEUTSCHLAND ist zu finden,
wo noch DEUTSCHE Kunst erblüht, 
wo noch DEUTSCHE Kraft und Sitte,
DEUTSCHE Sinn und DEUTSCHE Gemüt. 


Friedrich von Schiller 

Von FREIHEIT und VATERLAND 

Unser ist durch tausendjährigen Besitz
der Boden - und der fremde Herrenknecht 
soll kommen dürfen und uns Ketten schmieden
und Schmach antun auf unsrer eignen Erde?
Ist keine Hilfe gegen solchen Drang?
Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht. 
Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden,
wenn unerträglich wird die Last - greift er
hinauf getrosten Mutes in den Himmel 
und holt herunter seine ew'gen Rechte,
die droben hangen unveräußerlich
und unzerbrechlich, wie die Sterne selbst. 
Der alte Urstand der Natur kehrt wieder,
wo Mensch dem Menschen gegenüber steht -
zum letzten Mittel, wenn kein andres mehr
verfangen will, ist ihm das Schwert gegeben.
Der Güter höchstes dürfen wir verteid'gen 
gegen Gewalt - wir steh'n für unser Land, 
wir steh'n für unsre Weiber, unsre Kinder!

                                   ☆

Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, 
in keiner Not uns und Gefahr. 
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott 
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
Die Sixtinische Madonna zu Dresden - Raffael
A. Mende 
 
Des Sachsenlandes Segen.

1. Sei gegrüßt aus vollem Herzen, du, mein schönes Sachsenland!
Sei gegrüßt mit inn'gem Gruße, mein geliebtes VATERLAND!

2. Mitten unter Deutschlands Gauen strahlst du in bescheidnem Glanz,
eine lieblich schöne Blüte in der deutschen Länder Kranz. 

3. Wie ein jedes echte Kleinod bist auch du, mein Sachsen, klein;
aber werte Schätze schließen deine engen Grenzen ein.

4. Von den Gipfeln dunkler Berge, deiner Ströme HEIMATHAUS, 
breitet weit ins Flachgefilde sich ein Garten Gottes aus.

5. Sanfte Anmut, wilde Größe, alles, was den Blick erfreut,
ist in mannigfachem Wechsel über Sachsen ausgestreut.

6. Seines Hochlands Felsenwunder ragen waldbegrenzt empor;
nicht der Menschen Hände wölbten kühn das hohe Felsentor. 

7. Eine ewig feste Grenze, steht der Berge dunkler Wall;
doch auf ihren rauhsten Höhen wohnt noch Leben überall. 

8. Durchs Gestein die enge Pforte bricht der stolze Riesenstrom, 
mächt'ger Säulen Fuß umrauschend in dem stillen Waldesdom.

9. Reiche Adern edler Erze wachsen in dem finstern Schoß, 
und der Mensch mit kühnem Wagen reißt sie aus der Tiefe los. 

10. Weithin durch die stillen Täler schallt des Eisenhammers Schlag,
und der Öfen Höllengluten leuchten durch den mächt'gen Hag. 

11. Aus dem Riss der Felsen sprudelt, mit der Erde Mark gemischt, 
lautrer Born, der milde Herzen, bleiche Wangen neu erfrischt. 

12. Reine Luft der Berge atmet wonnig die genesne Brust,
durch die Auen schweift das Auge nun mit neuer Lebenslust. 

13. Friedlich grast die Wollenherde an des Hügels grünem Hang, 
lieblich durch die Waldesfrische tönt der Rinder Glockenklang. 

14. Langgedehnte Dörfer lehnen ihrer niedern Hütten Reihn 
an die Wand der engen Talung, rings umstarrt von Felsgestein. 

15. Nimmer ritzt des Pfluges Eisen hier der Erde kargen Grund,
mit der Kunst der Städter schließen muss der Fleiß den engen Bund.

16. Zarte Spitzenarabesken zaubern Mägdlein, flink, gewandt, 
und auf schneeiges Linnen zeichnet Blum' und Blatt des Webers Hand.

17. Mit den stolzen Briten ringen Sachsens Bürger um den Preis;
denn auch über ihren Dächern wirbeln Dampfeswolken heiß. 

18. Urweltswald ruht in den Tiefen aufgespeichert, schwarzes Gold.
Dampf bewegt das Radgewirre, das betäubend sausend rollt,

19. Bis sein Lenker stolz und freudig seiner Arbeit Früchte schaut.
Hohe, kühne Römerbrücken sind Berg zu Berg gebaut.

20. Dass sich über breite Gründe schwinge die metallne Bahn
und willkommne Güter bringe flügelschnell zum Ozean.

21. Ferne Zonen senden Sachsen ihre Fülle übers Meer, 
mit dem Geiste folgt der Kaufmann seinen Schiffen sorgenschwer. 

22. Welch Gewühl, welch lautes Treiben, wenn nun an der Pleisse Strand 
sich zum großen Völkermarkte Ost und West zusammen fand!

23. Schöne, stolze Stadt der Linden, unsers VATERLAND Zier!
Auch des Geistes hohe Güter werden treu gepflegt in dir.

24. Weisheit baut sich ihre Hallen, Wahrheit findet sichern Hort. 
Wie das Feld vor deinen Toren bringe Frucht das freie Wort!

25. Auf dem sieggeweihten Plane prangt in Fülle goldnes Korn;
Labung, Kampf und Mühen lohnend, quillt aus diesem Segensborn. 

26. Und zum Brote reift auf Hügeln an der Elbe goldner Wein;
Meissen grüne Rebenufer gleiçhen dem gepriesnen RHEIN. -

27. Einen Blick von ihren Höhen! - Majestätisch ruht im Tal
Sachsens Königsstadt, mein Dresden, licht umglänzt vom Morgenstrahl. 

28. Stolze Brücken, kühn geschwungen, stehn im mastenreichen Strom,
und in seinen klaren Fluten spìegelt sich der schlanke Dom.

29. Mit den vollsten Blumenkränzen schmückt der jugendliche Lenz 
dich, Juwel des Sachsenlandes, herrlich schönes Elbflorenz!

30. Und noch schönrer Geistesfrühling gibt dir ewig neuen Ruhm,
bist du doch der Kunst, der hehren, hochgeweihtes Heiligtum. 

31. Sei gegrüßt aus vollem Herzen, vielgeliebtes VATERLAND!
Sei gegrüßt in treuer Liebe, du, mein schönes Sachsenland!

01.07.2018 Ich liebe Bayern!!!

Bogislav von Selchow 

Bekenntnis 

Ich bin geboren, DEUTSCH zu fühlen,
bin ganz auf DEUTSCHES  Denken eingestellt, 
erst kommt  MEIN  VOLK, dann all die andern vielen,
erst meine  HEIMAT  (Minister Seehofer CSU),
dann die Welt. 
Michael Ochsner 

Für Bayern

Gott (CSU) mit dir, du Land der Bayern, 
DEUTSCHE  ERDE,  VATERLAND!
über deinen weiten Gauen
ruhe seine Segenshand  (Ministerpräsident Markus Söder CSU - KREUZ!!!)!
Er behüte deine Fluren (Asylstreit),
schirme deiner Städte (Bayern München) Bau 
und erhalte dir die Farben 
seines Himmel - weiß und blau (BMW)!
Gott mit uns, dem Bayernvolke, 
dass wir, unsrer Väter wert,
fest in   EINTRACHT  und in  FRIEDEN 
bauen unsers  GLÜCKES  Herd!
Dass mit  DEUTSCHLANDS   Bruderstämmen  (Sachsen!!! Michael Kretschmer CDU)
EINIG uns der Gegner  (Bundeskanzlerin Angela Merkel CDU) schau
und den alten Ruhm bewähre 
unser BANNER (schwarz-rot-gold BRD) - weiß und blau!
A. de Nora 

Mein HEIMATLAND 

Über der Alpen Eis
blauen des Himmels Höh'n, 
über dem blauen Seen
schimmernt der Wolken Weiß -
Himmel und Erde feiern
dich, du Land der Bayern!
O, wie bist du schön!

Rings aus rauschender Mahd 
strömt der würzige Duft,
über reifender Saat
golden flimmert die Luft -
Himmel und Erde feiern 
dich, du Land der Bayern!
O, wie bist du schön!

Fröhlicher Menschenschlag!
Treue trägt er im Mark,
klar wie sein Erntetag, 
wie seine Berge stark -
Himmel und Erde feiern 
dich, du Land der Bayern!
O, wie bist du schön!


Ich liebe Bayern!!! Ein KUSS!!! Thomas Keilhack, ich liebe mein Vaterland

19.06.2018 - Juni 1948 - 70. Jahrestag - Währungsreform und Berliner Blockade

70. Jahrestag - Juni 1948: Fragen an die Geschichte, Berlin 1990

1. Anfänge des Wirtschaftswunders - 20.6.1948
Schon mit der Gründung der Bizone und Verkündigung des Marshall - Planes haben sich die Bedingungen für einen wirtschaftlichen Wiederaufstieg Westdeutschland erheblich verbessert. 
Doch erst nach der Entscheidung für einen westdeutschen Staat vollziehen die Westmächte die schon lange geplante Währungsreform. Am 20.
Juni 1948 wird die nahezu wertlos gewordene Reichsmark im Verhältnis 1:10 abgewertet; jeder Westdeutsche erhält ein 'Kopfgeld' von 40,
später noch einmal 20 DEUTSCHE  MARK. Zugleich setzt Erhard im Wirtschaftsrat die Aufhebung einer Reihe von Bewirtschaftungsmassnahmen durch.
Diese Entscheidungen unterstützen nachhaltig den bereits in Gang gekommenen industriellen Aufschwung. Bereits Ende 1949 wird fast wieder der Vorkriegsstand erreicht.
Weite Kreise der Bevölkerung profitieren jedoch erst später von dieser Entwicklung: Zwar füllen sich 'über Nacht' die Schaufenster,
doch steigen in den ersten Monaten die Preise - bei fortdauerndem Lohnstopp - kräftig an, die Arbeitslosenzahlen schnellen empor.
2. Berlin Blockade - 24.6.1948
Ihren Höhepunkt erreicht die Ost-West-Konfrontation in den Auseinandersetzungen um die Vier-Sektoren-Stadt Berlin.
Die Sowjets nehmen die Währungsreform in den Westzonen am 24. Juni 1948 zum Anlass einer Blockade aller Land-
und Wasserverbindung nach West-Berlin. Die Westmächte antworten - nicht zuletzt auf Betreiben von General Clay -
mit der Luftbrücke: Elf Monate - bis zur Aufhebung der Blockade am 12. Mai 1949 -
wird die Zwei-Millionen-Stadt vollständig aus der Luft versorgt.
Während dieser Zeit vollzieht sich auch die Spaltung des politischen Lebens.
Die Allierte Kommandantur hatten die sowjetischen Vertreter bereits am 16. Juni 1948 verlassen.
Im September verlegt die Mehrheit des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung nach
Störungen durch kommunistische Demonstranten ihre Sitzungen in den Westsektoren. Zum Jahresende nehmen im West- und
Ostteil der Stadt getrennte Verwaltungen ihre Arbeit auf. Die Machtbereiche sind damit abgesteckt.
Der Versuch aber, West-Berlin in die sowjetische Zone einzubeziehen, ist gescheitert.' 
Merke: 23.5.1949 Verkündung des Grundgesetzes die Bundesrepublik Deutschland
Merke: 7.10.1949 Konstituierung der Deutschen Demokratischen Republik
》TEILUNG DEUTSCHLANDS!


Fall Barbarossa 22.6.1941

Hitler OKW - Weisung Nr. 21 - 18.12.1940
》 ' Den Aufmarsch gegen Sowjetrussland werde ich gegebenenfalls acht Wochen vor dem beabsichtigten Operationsbeginn befehlen. Vorbereitungen, sind eine längere Anlaufzeit: benötigen, sind - soweit noch nicht geschehen - schon jetzt in Angriff zu nehmen und bis zum 15.5.41 abzuschließen ... Vortreiben von Panzerkeilen vernichtet ... Das Endziel der Operation ist die Abschirmung gegen das asiatische Russland aus der allgemeinen Linie Wolga - Archangelsk ... '

' ... in knapp fünfeinhalb Monaten eintausend und mehr Kilometer nach Osten vor und eroberten Industrie-, Rohstoffe- und Landwirtschaftsgebiete ... den Sowjetstaat in allerkürzester Frist zu zerschlagen ... '

P.S.: Hitler Zitate

1. ' Die Welt wird den Atem anhalten! ' 22.6.1941
2. ' Ich versuche mich dauernd in die Lage des Feindes zu versetzen. Praktisch hat er diesen Krieg schon verloren. Es ist gut, dass wir die russische Panzer- und Luftwaffe gleich zu Anfang zerschlagen haben. Die Russen können sie nicht mehr ersetzen. ' 4.7.1941
3. ' In diesen dreieinhalb Monaten ... ist nun aber endlich die Voraussetzung geschaffen worden zu dem letzten gewaltigen Hieb, der noch vor dem Einbruch des Winters diesen Gegner zerschmettern soll. Alle Vorbereitungen sind - soweit sie Menschen meistern können - nunmehr fertig ... Heute ist nun der Beginn der letzten großen Entscheidungensschlacht dieses Jahres. ' Anfang Oktober 1941


P.S.: Kursk - 75. Jahrestag - heute 2018


Hitler - Operationsbefehl Nr. 6 OKH vom 15.4.1943: ' Zitadelle '

' Ich habe mich entschlossen, so bald die Wetterlage es zulässt, als ersten der diesjährigen Angriffsschläge den Angriff
' Zitadelle ' zu führen. Diesem Angriff kommt daher ausschlaggebende Bedeutung zu. Er muss schnell und durchschlagend gelinge. Er muss uns die Initiative für dieses Frühjahr und Sommer in Hand geben. Deshalb sind alle Vorbereitungen mit größter Umsicht und Tatkraft durchzuführen. Die besten Verbände, die besten Waffen, die besten Führer, große Munitionsmengen sind an den Schwerpunkten einzusetzen. Jeder Führer, jeder Mann muss von der entscheidenden Bedeutung dieses Angriffs durchdrungen sein. Der Sieg von Kursk muss für die Welt wie ein Fanal wirken.

Hierzu befehle ich: Ziel des Angriffs ist, durch scharf zusammengefassten, rücksichtslos und schnell durchgeführten Vorstoß je einer Angriffsarmee aus dem Gebiet Belgorod und südlich Orel die im Gebiet Kursk befindlichen Feindkräfte einzukesseln und durch konzentrischen Angriff zu vernichten. Im Zuge dieses Angriffs ist eine verkürzte kräftesparende neue Front zu gewinnen in der Linie: Neshega - Korotscha Abschnitt Skorodnoje Tim ostw. Schtschigry - Ssossna Abschnitt. '

5.7.1943 versuchen die Panzerkeilen von Orjol und Belgorod aus einander entgegenzustossen, Hitler muss die Operation abbrechen (Am 10.7.1943 landen die Alliierten auf Südostsizilien, 8.9.1943 besetzt die Wehrmacht ganz Italien - Marschall Badoglio bahnt einen Waffenstillstand mit den Alliierten, siehe Mussolini)!

17.6.1953 - Ost - Berlin - 65. Jahrestag

Walter Ulbricht, SED

17.6.1953 Ost - Berlin: 'Tag der deutsche Einheit' 》 3.10.1990!!!

'Nach dem Tod Stalins im März 1953 entspannt sich die internationale Lage. Alle Hoffnung auf eine Kurskorrektur auch in der sowjetischen Deutschlandpoltik erweisen sich aber nach dem 17. Juni, nach dem Volksaufstand in Ostberlin und der DDR, der mit Hilfe sowjetischer Panzer niedergeschlagen wird.' - Fragen an die Geschichte, 1990
》Tagen zu einer Welle von Streiks (Stalinallee Berlin), Demonstration und Protesten
》SED erhöhen die Arbeitsnormen (10,3 %, z.B. Berlin, Karl-Marx-Stadt...)
》Stasi = MfS ist ein 'faschistische Putsch'
》34 (55 ?) Menschen und Demonstranten starben
》Am 17.6. protestierten rund 1 Millionen Menschen (Einsatz Militär - Sowjetunion T-34 Panzer z.B. Leipzig, Volkspolizei - KVP, Stasi)
》Walter Ulbricht SED verkündet den 'planmäßigen Aufbau des Sozialismus' (Beispiel Kollektivierung der Landwirtschaft)
》festgenommen 15000 Leute, verurteilt 1500

Merke: Die Volkskammer der DDR erklärt den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes zum 3. Oktober 1990!

10.06.2018 Germania

GERMANIA.jpg


Den Gefallenen zum Gedächtnis, den Lebenden zur Anerkennung, den künftigen Geschlechtern zur Nacheiferung!
In einer der schönsten Rheinlandschaften, nahe dem weingesegneten Rüdesheim, erhebt sich das Denkmal 25 Meter hoch über dem Niederwalde.
Riesengroß, FREI und meilenweit sichtbar ragt sie empor, die GERMANIA. Ihr reiches, BLONDES Haar wallt, wie  von frischem Winde bewegt, herab.
Die Linke stützt sich auf das friedlich gesenkte DEUTSCHE   SCHWERT, und hoch hebt die Rechte des REICHES neu erstandene KRONE,
unerreichbar allen FEINDEN und NEIDERN, in die FREIE Luft. Ein Eichenkranz ruht auf  dem wunderschönen Haupt, und Lorbeerkränze zieren die KRONE und das SCHWERT.

(GERMANIA...'von keiner Künstlerhand geschaffen wurde.' - Schillings Meisterhand)

...der alter Vater Rhein überreicht der jugendlichen Mosel, der neuen Grenzhüterin, das Wachthorn...der Krieg, ein feuriger Jüngling, in die Kriegsdrommete schmetternd,
und der FRIEDE, ein Figur mit Palmenzweig und Füllhorn. Zwischen beiden ist auf dem oberen Sockel ein figurenreiches Bild in erhabener Arbeit angebracht,
das nach des Künstlers eigen Worten die 'WACHT AM  RHEIN' in dem Augenblicke darstellt, als sich die deutschen Krieger um ihren könglichen Führer scharen.
In der Mitte sitzt der KAISER hoch zu Ross; um ihn versammelt sind die Fürsten und Feldherren, die ihm 1870 begeistert folgten. Es sind nahe an 200 Figuren,
die meisten in Lebensgrösse und porträtähnlich. In gleicher Höhe mit diesem vordern stehen die großen Seitenbildwerke, die in ergreifender Weise des 'Kriegers Abschied' und
der 'Krieger Heimkehr' darstellen. Von der Vorderseite des Unterbaues strahlt die Inschrift:

' ZUM  ANDENKEN  AN  DIE  EINMÜTIGE, SIEGREICHE  ERHEBUNG  DES  DEUTSCHEN  VOLKES UND  AN  DIE  WIEDERHERSTELLUNG  DES  DEUTSCHEN  REICHES 1870 - 1871. '
'Herrlich ist das STÜCK  DEUTSCHER  ERDE, über welches die GERMANIA hütend und herrschend hinausschaut. Zwischen den von üppigsten Reben umkränzten Ufern breitet sich das mächtige Becken aus,
in dem der gewaltige Strom seine Wellen beruhigt  sammelt, bevor er sich am Mäuseturme vorbei in die engen Pforten des Schiefergebirges und durch die Strudel des Bingerlochs drängt.
Links unter uns liegt Rüdesheim mit seinen altersgrauen Burgen und Türmen.'

'... HERRSCHER an der Spitze seine sieggekrönten HEERES zurückkehrte.'
'...winkt Ingelheim, der Lieblingsaufenthalt KAISER  KARLS des Großen, und aus blauer Ferne schauen der Donnersberg und der Odenwald,
zwei Heiligtümer unserer Altvordern, zu dem neuen NATIONALHEILIGTUME unsers Geschlechtes durch die klare Luft herüber. ' - Hamburger Lesebuch.


  • Die Wacht am RHEIN (Rhein - Navigation) - Max Schneckenburger 1819-1849
Es braust ein Ruf wie Donnerhall, 
wie Schwertgeklirr und Wogenprall:
Zum RHEIN, zum RHEIN, zum deutschen RHEIN, 
wer will des Stromes Hüter sein!
Lieb Vaterland,  magst ruhig sein, 
fest steht und TREU die Wacht am RHEIN! 


》 Heino singt: 'Die Wacht am Rhein' - SS - Lieder (BILD)
  • Das Volk in Waffen - Karl Gerok 1815-1890 (siehe 'Gewitter')
1. Es braust ein Sturm durchs deutsche Land,
vom Dünengras am Nordseestrand 
bis in des Schwarzwalds Föhren 
lässt er sein Sausen hören.

2. Er scheucht mich auf, er jagt mich her, 
fahr wohl, du weites blaues Meer!
Muss heim, bei solchen Stürmen
Weib, Kind und Herd zu schirmen. 

3. Die Straßen wie laut, die Wege wie eng
von Waffenlärm und Kriegsgedräng;
die Losung allwärts eine:
ZUM  RHEIN, ZUM  HEIL'GEN  RHEINE!

4. Durchs grüne Holstein geht die Fahrt, 
da kommen truppweis sie geschart, 
die Enkel der Nordseeriesen, 
die BLONDEN, blauäugigen Friesen. 

5. Und als ich durchs stolze Hamburg fuhr,
da herrschte Mars anstatt Merkur;
noch denken die Hanseaten 
der alten Heldentaten. 

6. Und über die Heide bei Lüneburg, 
die schwüle Wetternacht hindurch,
erklangen die Fanfaren 
der lustigen Husaren.

7. Und als ich gen Hannover kam,
weg war der alte Groll und Gram;
gilt's, wider den FRANZMANN zu helfen,
da trutzen sie nimmer, die Welfen!

8. Und als ich fuhr durchs Hessenland, 
die Kattenjugend in Waffen stand;
dumpf dröhnten die Straßen von Kassel
von nächt'gem Geschützegerassel. 

9. Und wo von  L E I P Z I G  mündet die Bahn,
da brausten singend die  S A C H S E N
da kamen in prächtigen Scharen
die strammen Preußen gefahren.

10. Und geht's so munter vom Main,
will Gott, wird's links nicht schlechter sein:
schon seh ich Dragoner rücken 
zu Frankfurt über die Brücken.

11. Und auf der Bahn von Würzburg, schau,
da wogt's heran in hellem Blau;
wie trügen's die rüstigen Bayern,
beim großen Raufen zu feiern?

12. Grüß Gott, mein schönes Heidelberg!
Leb wohl, der Musen Friedenswerk!
Der Bursche vertauscht den Schläger
mit der Büchse der tapferen Jäger.

13. Und nun mein Neckartal entlang, 
nach Haus, mir wird so wohl und bang:
zur Fahne eilen die Schwaben,
und die Mütter segnen die Knaben. 

14. Und wie ich betrete mein eigen Haus,
da kommt ein junger KRIEGER heraus,
da kommt mein Sohn mir entgegen:
'Grüss Gott, und gib mir den Segen!'

15. So segne dich Gott mit fröhlichem Mut
und segne euch all, ihr wackeres Blut,
und schütz euch im HEILIGEN  KRIEGE 
und führ euch zum herrlichen SIEGE!

16. Im HEILIGEN KRIEGE mit dem ALTEN  FEIND,
zum herrlichen SIEG mit den Brüdern vereint, 
zieht aus denn in Gottes Namen, 
er helf euch und segne euch! AMEN. '

  • Der Raub Straßburgs 1681 (Navigation RHEIN) - nach v. Köppen
... Am 30. September 1870 - gerade 189 Jahre nach jenem Tage, als die Franzosen die Reichsstadt überrumpelten - erfolgte der Einzug der deutschen Truppen in Straßburg.
Der Kanonendonner, welcher seit sieben Wochen fast ununterbrochen rund um die Stadt gerollt hatte, war verstummt;
vom Münsterturme herab tönte die FRIEDENSGLOCKE. An derselben Stelle, wo damals der verräterische Bischof den König von Frankreich empfangen hatte,
erwartete jetzt der deutsche Feldgeistliche die DEUTSCHEN  KRIEGER  zum Dankgottesdienst. 'Es ist Frühling geworden im DEUTSCHEN  VATERLAND',
so schloss er seine Predigt,
'Eine Gefahr, Ein Kampf hat uns vereint. Dass wir als EIN  EINIG  VOLK haben ringen dürfen um diese Stadt, dass sie unser geworden durch vereinte Kraft,
darum sprechen wir unter Lob und Dank: Bis hierher hat uns der Herr geholfen! Er wird weiter helfen!' 
  • O Straßburg - Volkslied
1. O Straßburg, o Straßburg, 
du wunderschöne Stadt, 
darinnen liegt begraben 
so manicher Soldat!

2. So mancher und schöner,
auch tapferer Soldat, 
der Vater und lieb Mutter
böslich verlassen hat.

3. Verlassen, verlassen,
es kann nicht anders sein!
Zu Straßburg, ja zu Straßburg 
Soldaten müssen sein.

4. Der Vater, die Mutter, 
die gingen vors Hauptmann Haus:
'Ach Hauptmann, lieber Herr Hauptmann, 
gebt mir mein'n Sohn heraus!'

5. 'Euern Sohn kann ich nicht geben
für noch so vieles Geld;
euer Sohn und der muss sterben
im weit und breiten Feld.'
  • Alfred Krupp, der Kanonenkönig - Deutscher Kinderfreund
Die Kruppschen Kanonen haben sich in den Kriegen 1864, 1866 und 1870 - 71 ausgezeichnet bewährt.
Sie haben fünfhundert - tausendpfündige Kugeln mit großer Sicherheit geworfen und haben TOD und VERWÜSTUNG dem Feinde gebracht.
So sind sie im KRIEGE ganz unentbehrlich geworden, und viele fremde Staaten haben sich ihre Kanonen bei Alfred Krupp bestellt,
so dass die Aufträge kein Ende nahmen und seine Arbeiter viel zu tun hatten, um aus seinen 547 Eisenminen in Deutschland das Eisen zu holen, welches zur Stahlbereitung dient.
Das große DEUTSCHE  REICH  war natürlich ein HAUPTKUNDE von Alfred Krupp. In Wilhelmshaven und Kiel liegen unsere großen Kriegsschiffe,
aus deren Luken die blanken Kanonenschlünde drohend hinaussehen, und wenn man im Kieler Hafen spazieren fährt, dann sieht man an beiden Küsten große Befestigungswälle,
über deren Rand wiederum die Kruppschen Kanonen und Mörser lugen! Wehe dem Feinde, der sich in die Nähe der Küste wagt! Eine Bombe aus einem der 32 Fuß langen Mörser genügt,
um dem größten Schiffe den Garaus zu machen. So dienen diese MORDINSTRUMENTE uns Deutschen nicht allein in der Feldschlacht, sondern auch zum Küstenschutz,
und wenn unsere Schiffe mit dem Kruppschen Kanonen um die Erde segeln, dann schützen sie die deutschen Kaufleute und KOLONIEN in alle Weltteilen.
Schon mancher wilde Häuptling ist sehr manierlich gegen die deutschen Ansiedler geworden, wenn er in der Ferne das dumpfe Brummen einer Kruppschen Kanone gehört hat,
und manches Seeräuberboot in den chinesischen Gewässern hat bei diesem Tone eiligst das Weite gesucht.
  • Der Kriegsvorwand 1870 - Nach R. König
Im September 1868 hatte das spanische Volk seine Königin Isabella II. vom Throne gestossen und aus dem Lande getrieben. 
Man entschied sich nach langem Streite für die Beibehaltung der monarchischen Regierungsform, und der General Prim schlug,
nachdem mehrere Fürsten die spanische Krone abgelehnt hatten, den Erbprinzen Leopold von HOHENZOLLERN zum Könige vor,
der einer Seitenlinie des preußischen Königshause angehörte. Den Franzosen gab dieser Vorschlag Anlass,
mit Preußen Krieg anzufangen. (...wird Frankreich ihm den Krieg erklären.  - im Bade Ems; französische Botschafter Graf Benedetti, Kaiser Napoleon III.)
》 'In den begeisterten Ruf zu den Waffen, der Berlin und die preußischen Lande erfüllte, stimmte GANZ DEUTSCHLAND ein ...Franzosen, als sie ihren gottlosen Krieg planten...'
》 Ernst Moritz Arndt (Navigation - Rhein):
Zum RHEIN! übern RHEIN! 
All - Deutschland in Frankreich hinein!

und

Am meisten aber ward die Wacht am RHEIN gesungen.
》 ' Von Salamis bis bis Dien Bien Phu: Als Blitz in den Wolken des drohenden Kriegsgewitters wirkte eine verfälschte Depesche über eine Unterredung zwischen Wilhelm I. und dem französischen Botschafter in Berlin. Darin hatte Bismarck die ablehnende Stellungnahme des preußischen König zu einem generellen Verzicht eines Hohenzollern auf den spanischen Thron in einer für Frankreich beleidigenden Form veröffentlicht. Darauf erklärte am 19.7.1870 Frankreich dem Norddeutschen Bund den Krieg (Generalstabschef General Helmuth Graf von Moltke 1800-1891).
》 Bismarck sagte 1862:
Preußen Grenzen...sind zu einem gesunden Staatsleben nicht günstig; nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden..., sondern durch EISEN  UND  BLUT.
》 Bismarck sagte an seine Gattin über seine Begegnung mit Napoleon ('Mein Vaterland', Berlin, 1927):
Vendresse, 3. September 1870
Mein liebes Herz!
Vorgestern vor Tagesgrauen verließ ich mein hiesiges Quartier, kehre heute zurück und habe in der Zwischenzeit die große Schlacht von Sedan am 1. erlebt,
in der wir gegen 30000 Gefangene machten und den Rest der französischen Armee, der wir seit Bar le Duc nachjagten, in die Festung warfen,
wo sie sich mit dem Kaiser kriegsgefangen ergeben musste. Gestern früh 5 Uhr, nachdem ich bis 1 Uhr früh mit Moltke und
den französischen Generalen über die abzuschließende Kapitulation verhandelt hatte, weckte mich der General Reille,
den ich kenne, um mir zu sagen, dass Napoleon mich zu sprechen wünschte. Ich ritt ungewaschen und ungefrühstückt gegen Sedan,
fand den Kaiser im offenen Wagen mit drei Adjutanten und drei zu Pferde daneben auf der Landstraße vor Sedan haltend.
Ich saß ab, grüßte ihn ebenso höflich wie in den Tuilerien und fragte nach seinen Befehlen.
  • Krieg anfängt den Napoleon III.:
Der 19. Juli 1870

...Heute war's vor sechzig Jahren,
als ihr deutsches Herze brach
um den Hohn des BÖSEN  FEINDES,
um des Vaterland Schmach.

Jene Schmach hast du gerochen
längst, mein Vater du;
aber Frankreich wirft aufs neue
heute uns den Handschuh zu.

Wieder sitzt ein Bonaparte 
ränkevoll auf Frankreichs Thron,
und zum Kampfe zwingt uns heute
wieder ein Napoleon. 

Tret ich denn zum neuen Kampfe 
wider alte Feinde ein,
dann soll's mit dem alten Zeichen, 
mit dem KREUZ  VON  EISEN sein. ...

  • Wilhelm I. und Napoleon III. am 2.9.1870 (König und Kaiser) - Werner Hahn
König: Gott hat den Sieg meinen Waffen gegeben, und ich danke ihm dafür. Doch um Eurer Majestät willen bedaure ich aufrichtig alles, was geschehen ist.
Ich habe es sogleich herzlich bedauert, dass Eure Majestät den Krieg gegen mich erklärt haben.

Kaiser: Sire, ich kann versichern, dass ich den Krieg nicht gesucht habe. Die öffentliche Meinung, die Stimmung des Volkes waren es, die mich gezwungen haben, Krieg zu beginnen. 

König: Soll ich davon überzeugt sein, soll ich glauben, dass Eure Majestät den Krieg geführt haben, um der öffentlichen Meinung zu genügen,
so muss ich doch sagen, dass Ihre Minister jene öffentliche Meinung, welche den Krieg erzwang, künstlich hervorgerufen und genährt haben.

Kaiser: schweig

König: Eurer Majestät Armee geht mit Ehren aus dem Kriege hervor. Das Zeugnis, dass sie mit großer Tapferkeit gekämpft habe, darf ihr nicht versagt werden.

Kaiser: Doch der Ruhm strengerer Manneszucht gehört den Truppen Euer Majestät. Es ist leider wahr, dass diese einem großen Teile meiner Truppen in letzter Zeit sehr gefehlt hat.

König: Die preußische Armee ist immer bemüht gewesen, sowohl alte, bewährte Grundsätze festzuhalten, wie auch neue Ideen zunutze zu machen. Wir haben die Erfahrungen anderer Nationen sorgfältig verfolgt und geprüft. 

Kaiser: Und Ihre Artillerie, Sire! Sie war es, welche die Schlacht gewann! Die preußische Artillerie ist die beste der Welt.

König: äußerst sich mit ein paar Worten für diese schmeichelhafte Anerkennung...
  • Die Botschaft von Sedan - Nikolaus Fries
Der Abend ist schön zu Anfang September des unvergleichlichen Jahres, da man schreibt nach Christi Geburt 1870.
Am Brunnen des Dorfes sind heute nicht bloß Mädchen und Frauen versammelt, nein, auch Männer und Burschen genug,
sie kommen noch  herbeigelaufen aus den Türen, Alte und Junge, selbst Lahme und Krüppel,
denn hoch oben, auf dem Brunnenrande steht der Schulmeister und verliest mit weitschallender Stimme die neue Siegeskunde:

'An Ihre Majestät die Königin Augusta in Berlin. Vor Sedan, den 2. September, 1.30 Uhr nachmittag. Die Kapitulation, wodurch die ganze Armee in
S E D A N  kriegsgefangen, ist soeben mit dem General Wimpffen geschlossen, der an Stelle des verwundeten Marschall Mac
- Mahon das Kommando führte. - Der Kaiser hat nur sich selbst mir übergeben, da er das Kommando nicht führt und
alles der Regentschaft in Paris überlässt. - Seinen Aufenthalt werde ich bestimmen, nachdem ich ihn gesprochen habe in einem Rendezvous,
das sofort stattfindet. - Welch eine Wendung durch Gottes Führung! - WILHELM. '
》 Helmut Schnitter 1987, DDR:
Die Kapitulationsverhandlungen zogen sich bis zum Vormittag des 2. September hin. 85000 Soldaten der französischen Armee streckten die Waffen,
an der Spitze Napoleon III. ; bereits am Vortag 21000 gefangengenommen worden. Die Einbußen an Toten und Verwundeten betrugen 16000 Mann,
nur 3000 konnten nach Belgien entkommen. Ein Teil der Kavallerie hatte die Einschliessung durchbrochen und sich in das Landesinnere gerettet. Die deutschen Truppen verloren etwa 9000 Tote und Verwundete. 
》 'Kriegsbeute: 350 Feldgeschütze, 184 Festungsgeschütze, Waffen und Munition, Fahrzeuge, Fahnen, 12000 Pferde'
  • Die Trompete von Vionville - Ferdinand Freiligrath (Rhein - Navigation)
1. Sie haben Tod und Verderben gespien:
wir haben es nicht gelitten.
Zwei Kolonnen Fussvolk, zwei Batterien, 
wir haben sie niedergeritten. 

2. Die Säbel geschwungen, die Zäume verhängt,
tief die Lanzen und hoch die Fahnen -
so haben wir sie zusammengesprengt, 
Kürassiere wir und Ulanen. 

3. Doch ein Blutritt war es, ein Todesritt. 
Wohl wichen sie unseren Hieben;
doch von Regimentern, was ritt und was stritt, 
unser zweiter Mann ist geblieben. 

4. Die Brust durchschossen, die Stirn zerklafft, 
so lagen sie bleich auf dem Rasen,
in der Kraft, in der Jugend dahingerafft! -
Nun, Trompeter, zum Sammeln geblasen!

5. Und er nahm die Trompet', und er hauchte hinein;
da - die mutig mit schmetterndem Grimme
uns geführt in den herrlichen Kampf hinein,
der Trompete versagte die Stimme!

6. Nur ein klanglos Wimmern, ein Schrei voll Schmerz
entquoll dem metallenen Munde;
eine Kugel hatte durchlöchert ihr Erz, -
um die Toten klagte die wunde!

7. Um die Tapferen, die Treuen, die Wacht am RHEIN, 
um die Brüder, die heute gefallen, -
um sie alle, es ging uns durch Mark und Bein,
erhub sie gebrochenes Lallen.

8. Und nun kam die Nacht, und wir ritten hindann;
rundum die Wachtfeuer lohten;
die Rosse schnoben, der Regen rann -
und wir dachten der Toten, der Toten! '

  • Versailles - Wilhelm Schäfer - Mein Vaterland, Berlin, 1927 (1. Weltkrieg verloren...Von deutscher Größe und deutscher NOT...2. Weltkrieg verloren....)
Der erste Napoleon hatte das Reich auseinandergetreten, weil er der Kaiser im Abendland war; als der dritte Napoleon seine Wiederkunft sah, die er selber weckte,
saß er in Wilhelmshöhe gefangen (Bismarckdenkmal). Er hatte um seines Namens willen den Großen gespielt, aber der Große saß in Berlin und war ein preußischer Junker;
als der Kaiser seinen Gegner erkannte, war das Spiel schon verloren; als ihm der Krieg an die Gurgel sprang, war Preußen schon Deutschland.
Was die Burschenschaft sang auf der Wartburg, was in der Paulskirche als Wort und Wille des deutschen Volkes aufstand, war in Wirklichkeit da,
als Deutschland nach Frankreich marschierte, seinen Zorn an dem ERBFEIND zu rächen. Aus Preußen und Bayern, aus Schwaben und SACHSEN,
aus Hessen und Baden waren die deutschen Söhne gekommen, weil ihre Fürsten ein Schutz - und Trutzbündnis hatten; aber sie standen im Feld füreinander,
weil sie aus einem VATERLAND waren....
... Durch EISEN  UND  BLUT hatte der Kanzler die Eintracht beschworen, aber nun musste er klug abwarten, dass ihr kein Zwang angetan wurde: sollte das REICH kommen,
so musste es sein, wie die Sonne sich selber den Tag weckt. Erst wurde der Bund der Stämme geschlossen, und mancherlei musste gegeben, gepflegt und geschont sein,
ehe die Boten befriedigt heimgingen, ehe Vertrag um Vertrag zum Vaterland wuchs. Als so das REICH auf der Einigkeit stand, kamen die Fürsten, den Kaiser zu küren;
kein anderer konnte es sein als der Greis, der Preußen und Deutschland in diesem siegreichen Kriege führte. So konnte endlich das Wunder geschehen:
im SPIEGELSAAL   ZU   VERSAILLES  standen die Fürsten und Stände der Staaten, Minister, Generale, Soldaten, dem greisen König von Preußen die DEUTSCHE  KAISERKRONE  zu bringen.


Danke Thomas Keilhack

7.6.2018 - Enthüllung der Gedenktafel für die Opfer der beiden Weltkriege

Max Richter 20. Oktober 1906 - 27. Juni 1944

gefallen: '...ist auf dem Heldenfriedhof von Gorjani, an der Straße Obel - Polozk.'

1,5 Kilometer südostwärts Barssuki im Osten gefallen. Die Todesstunde ist unbekannt.

Vater: Heinrich Louis Richter, Kistenbauer, im Ruhestande, wohnhaft in Frauenstein.

Mutter: Minna Selma Richter geborene Schäfer, wohnhaft in Frauenstein.

Der Verstorbene war verheiratet mit der in Frauenstein wohnhaften Josefa Marie Richter geborenen Uhlemann.

Frauenstein i. E., den 1. Dezember 1947

Auszeichnungen:

  • Eiserne Kreuz 2. Klasse 30.7.1940
  • Eiserne Kreuz 1. Klasse 26.7.1941
  • Verwundetenabzeichen in Schwarz 28.9.1941
  • Infanterie - Sturmabzeichen Silber 24.10.1941
  • Die Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42 (Ostmedaille)
  • Deutsche Kreuz in Gold 31.10.1942
Detlev von Liliencron 1844-1909

Tod in Ähren 

Im Weizenfeld, in Korn und Mohn, 
liegt ein Soldat,  unaufgefunden, 
zwei Tage schon, zwei Nächte schon, 
mit schweren Wunden, unverbunden. 

Durstüberquält und fieberwild, 
im Todeskampf den Kopf erhoben. 
Ein letzter Traum,  ein letztes Bild, 
sein brechend Auge schlägt nach oben. 

Die Sense rauscht im Ahrenfeld, 
er sieht sein Dorf im Arbeitsfrieden. 
Ade, ade, du Heimatwelt! -
und beugt das Haupt und ist verschieden.
Paul Gerhardt 1607-1676

Danklied für die Verkündigung des Friedens 

1. Gottlob! nun ist erschollen 
das edle Fried- und Freudenwort, 
dass nunmehr ruhen sollen 
die Spieß' und Schwerter und ihr Mord. 
Wohlauf und nimm nun wieder 
dein Saitenspiel hervor, 
o Deutschland, und sing Lieder 
im hohen, vollen Chor!
Erhebe dein Gemüte 
zu deinem Gott und sprich:
Herr, deine Gnad und Güte 
bleibt dennoch ewiglich! 

2. Sei tausendmal willkommen, 
du teure, werte Friedensgab'!
Jetzt sehn wir, was für Frommen 
dein Bei - uns - wohnen in sich hab. 
In dir hat Gott versenket 
all unser Glück und Heil;
wer dich betrübt und kränket, 
der drückt ihm selbst den Pfeil 
des Herzleids in das Herze 
und löscht aus Unverstand 
die güldne Friedenskerze 
mit seiner eignen Hand.  

3. Das drückt uns niemand besser 
in unser Seel' und Herz hinein, 
als ihr zerstörten Schlösser 
und Städte voller Schutt und Stein, 
ihr vormals schönen Felder, 
mit frischer Saat bestreut, 
jetzt aber lauter Wälder 
und dürre, wüste Heid, 
ihr Gräber voller Leichen 
und blutgem Heldenschweiss 
der Helden, derengleichen 
auf Erden man nicht weiß.

Gewitter - Karl Gerok 1815-1890

Ihr Kinder, kommt herein vom Spiel,
die Lüfte wehn so dumpf und schwül, 
die Wolken stehn so schwarz zuhauf, 
ein schwer Gewitter zieht herauf:
behüt uns Gott in Gnaden!
Schauet, schon kommen die Winde geflogen,
himmelan wirbelt erstickender Staub,
Pappeln erbrausen, vom Sturme gebogen, 
silbern erzittert das rauschende Laub, 
dampfend noch in die geöffnete Scheuer 
ziehen die Rosse das duftende Heu,
und in dem Neste am Giebelgemäuer 
duckt sich das Vögelein schweigend und scheu. 
Ihr Kinder, duckt euch nicht so scheu,
seid  unverzagt, kommt all herbei;
ein treues Vaterauge wacht
auch über schwarzes Wolkennacht -
behüt uns Gott in Gnaden!
Sehet, wie schaurig die Lüfte sich schwärzen,
Mittag verkehrt sich in dämmernde Nacht;
stille wird's draußen, es klopfen die Herzen,
mächtige Tropfen schon melden sich sacht;
plötzlich ein Blitz, der mit feuriger Lohe 
blendet das Aug' und erhellt das Gemach,
und durch das Himmelsgewölbe, das hohe, 
rollet der Donner mit dumpfem Gekrach. 
Ihr Kinder, fleht zum starken Gott:
Erbarme dich, Herr Zebaoth  
in Donnerhall und Blitzesschein 
vertrauen dir die Kindlein dein,
behüt uns, Gott, in Gnaden!
Habt ihr die feurige Schlange gesehen?
Hört ihr den plötzlichen schmetternden Streich?
Ist in der Stadt wo ein Unglück geschehen?
Wimmert vom Turme das Glöckchen sogleich?
Nein, es ist stille; auf feurigem Wagen
fuhr uns im Wetter Jehovah vorbei;
aber nicht wollt' er mit Jammer uns schlagen
denn er ist gnädig, barmherzig und treu.
Ihr Kinder, fleht um Blitzeslicht:
Herr, geh mit uns nicht ins Gericht,
mit Wetterschlag und Feuersnot, 
verschon, verschon uns, lieber Gott,
behüt uns, Gott, in Gnaden!
Wo jetzt im Feld sich ein Wandrer noch eilet, 
fern auf der Heide noch hütet ein Hirt, 
unter dem Baum sich ein Mähder verweilet, 
weinend im Wald sich ein Kind hat verirrt:
lasst uns der Fernen, Verlassenen, Armen 
betend gedenken im sichern Gemach, 
schütze der Herr sie mit mildem Erbarmen 
unterm unendlichen himmlischen Dach!
Ihr Kinder, ruft zur Himmelshöh:
Du Herrscher über Land und See,
den Pilger schütz in Sturmesnot, 
auf wildem Meer das schwanke Boot!
Behüt uns, Gott, in Gnaden!
Siehe, nun stürzen die himmlischen Quellen, 
strömend ergießen die Wolken den Schoß!
Dächer, sie traufen, und Bäche, sie schwellen, 
alle die Schleusen des Himmels sind los;
dämmernd verschwindet im düsteren Regen
Himmel und Erde, die weite Natur;
aber den süßen, befruchtenden Segen,
durstig verschluckt ihn die lechzende Flur.
Ihr Kinder, lobt den Herrn der Welt,
er tränkt die Flur, er labt das Feld,
er schmückt das Blümlein, speist den Wurm
und segnet auch im Wettersturm;
behüt uns, Gott in Gnaden!
Milder schon fallen die silbernen Tropfen, 
munter schon zwitschert ein Sperling vom Dach,
frisch in der Werkstatt vernimmt man das Klopfen, 
all das verschüchterte Leben wird wach;
fern am Gebirge, dahin er gezogen, 
murrt noch der Donner, ein fliehender Leu;
aber am Himmel der leuchtende Bogen 
kündet's der Erde: Der Herr ist getreu!
Ihr Kinder, auf, hinaus ins Feld,
wie weht's und duftet's durch die Welt!
Wie glänzt die Luft, wie perlt die Flur!
Hab Dank, o Herr der Kreatur,
behüt uns, Gott, in Gnaden!
"Ist das jetzt der Klimawandel? Heftige Gewitter, Starkregen, Hochwasser: Was...passiert, wirkt apokalyptisch. Nehmen extreme Wetterereignisse in Deutschland wirklich zu?" (Zeit online)
》Verwüstung
》Katastrophenalarm
》vermisste Menschen
》Unwetter
》Tornados
》Tief Friederike
》Schwergewitterschäden
》Hitzerekorde.....SCHLIMM!!!! (Sachsen - Vogtland)

Julius-Fucik-Oberschule - Frauenstein

Boris Polewoi - Der wahre Mensch
Meine Jugendstunden Thomas Keilhack.jpg

Meine Jugenstunden - Thomas Keilhack - Herr .................: JUGENDWEIHE (Fröhlichkeit und Besinnleichkeit - Einschnitt in Deinem Leben):

》 in Ostdeutschland, 14-jährige Jugendliche die kirchliche gebunden = Eintritt in Erwachsenalter 1981
》 Thälmann, komm. Schriftsteller Erich Weinert, Walter Ulbricht, Erich Honecker
》 marxistische - leninistischer Weltanschauung

aber: Konfirmation - Thomas Keilhack 1982

》 gottesdienstähnlicher Feier in evang. Kirche - Frauenstein
》 Gemeinschaft der Erwachsenen

JUGENDWEIHE

...das alles Ergebnis sozialistischer Politik, planmäßigen Politik, planmäßigen Wirkens der SED und 
ihrer Verbündeten in der großen sozialistischen Staatengemeinschaft und Folge der fleißigen, umsichtigen Arbeit des ganzen Volkes.
Jugendweihe Gelöbnis.jpg
...die Waffen und Uniformen anzusehen, doch kommt viel mehr dabei heraus, wenn man sich auf die Kraft der Sowjetunion,
auf das Bündnis der Armee der sozialistischen Länder und darauf, wie sie den Frieden sichern, konzertiert.
Sie sollten das zusammen mit Eltern, LEHRER und Patenbrigade tun, dann gibt es doch mehr und bessere Ideen.
Du trägst jetzt Blau - die Farbe der Freien Deutschen Jugend  (Sozialismus)
Vielleicht könnte auch jeder ein BUCH über die SOWJETUNION - einen Roman ('Der wahre Mensch') 
oder so - mitbringen, und zum Schluss der Stunde leiht man einander die Bücher aus.
Und darum trennt eine Wand
zwei deutsche Staaten, darum
tragen die Arbeiter, Bauern 
Gewehre,  stehn die SOLDATEN 
des Volkes, SOLDATEN der Völker
gegen die Heere der Herrn - ' (9.11.1989....Mauer)
...in der Tätigkeit der Kommunistischen Jugend Deutschlands...

oder

Komsomolzen und BÜCHER
Haben selber nichts zu beißen, zu krepieren bald,
die BOLSCHEWIKI aber geben noch das LETZTE BROT den Deutschen! 

(nach Rotarmisten vergewaltigt deutschen Frauen am 2. Weltkrieg - siehe in Frauenstein 1945!!!)

So war das Brot, das heilige Brot, das das hungernde Russland den Werktätigen Deutschlands sandte!

(nach Rotarmisten brannte mein Haus in Frauenstein ab - Siege 9.5.1945!!!)

Lehrer / Lehrerinnen (Lehrer .................und Lehrerinnen................- MfS) Thomas Keilhack = Abitur (Lehrer Geschichte):

a) Unteroffzier aus Zeit
b) Offizier
》 Soldat Thomas Keilhack 1.10.1985 - 25.8.1988 = DANKE!!! = Scheiße

Erich Honecker:

  • Kommunismus - Politiker
  • Generalsekretär der SED
  • Funktion den Schiessbefehl (Mauer 13.8.1961) - Minister für Staatssicherheit Erich Mielke
  • Selbstschussanlagen
  • 'Es sind Genossen, die Schusswaffe erfolgreich angewandt haben zu belobigen!'
  • 'Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!'

GELÖBNIS - JUGENDWEIHE - Julius-Fucik-Oberschule - Klasse 8 - Thomas Keilhack in Frauenstein:

...Seid ihr bereit, als wahre Patrioten die feste Freundschaft mit der SOWJETUNION weiter zu vertiefen,
den Bruderbund mit den sozialistischen Ländern zu stärken,
im Geiste des proletarischen Internationalismus zu kämpfen,
den Frieden zu schützen und den Sozialismus gegen jeden imperialistischen Angriff zu verteidigen, so antwortet:

 JA, DAS  GELOBEN  WIR!

Wir haben euer GELÖBNIS vernommen. Ihr habt euch ein hohes und edles Ziel gesetzt. 
Feierlich nehmen wir euch auf in die große Gemeinschaft des werktätigen Volkes, 
das unter FÜHRUNG der Arbeiterklasse und ihrer REVOLUTIONÄREN  PARTEI, einig im Willen und im Handeln,
die entwickelte SOZIALISTISCHE  GESELLSCHAFT in der Deutschen Demokratischen Republik errichtet.
Wir übertragen euch eine hohe Verantwortung. Jederzeit werden wir euch mit Rat und Tat helfen,
die sozialistische Zukunft schöpferisch zu gestalten.
》 Buch gelesen: Boris Polewoi: 'Der wahre Mensch':

Alexej Meressjew - Jagdflieger


Meine teure, ferne Geliebte! Heute will ich - und ich habe heute ein Recht dazu - Dir alles erzählen, was mit mir vor achtzehn Monaten geschehen ist, und was ich - jetzt bedauere ich das sehr - vor Dir verborgen habe...
Der sowjetische Jagdflieger, der dies schrieb, hat nach seiner Verwundung ein Beispiel unbeugsamen Lebenswillens gegeben. 
Er wird hinter den deutschen Linien abgeschossen. Trotz schwerer Verwundung an beiden Füssen kriecht er mit eiserner Energie viele Tage lang durch den verschneiten Wald.
Er hat nur das eine Ziel vor Augen, zu den Seinen zu gelangen. Die Selbstbeherrung und der Wille, weiterzuleben und weiterzukämpfen,
lassen ihn die furchtbaren Schmerzen, Hunger und Erschöpfung überwinden. Endlich trifft er auf Menschen,
Bewohner eines geheimen Lagers, die ihm weiterhelfen. Im Lazarett müssen ihm beide Füsse amputiert werden. Alexej Meressjew erlebt eine schwere seelische Krise,
die eines jungen, vorwärtsstrebenden Menschen, der sich nicht mit dem Gedanken abfinden kann, ein hilfloser Krüppel zu bleiben.
Wie wird sein geliebtes Mädchen das alles aufnehmen? Darf er ihr es überhaupt zumuten, jemals seine Frau zu werden? Zum zweitenmal rafft er sich auf,
und mit Hilfe aller Menschen im Lazarett und im Sanatorium überwindet er allmählich seine verzweifelten Stimmungen. Zäh und verbissen übt er Woche um Woche,
und er schafft es. Er bringt es wirklich  fertig, mit seinen künstlichen Füssen nicht nur ohne Stütze zu gehen, sondern sogar zu tanzen und Sport zu treiben.
Es gelingt ihm sogar, eine Musterungskommission zu täuschen und wieder an die Front zu kommen. 
Während der Luftkämpfe bei Orjol im Jahre 1943 erzählt er dem Schriftsteller Boris Polewoi diese seine Geschichte.
Die Handlung dieser Romans ist durch den gleichnamigen Film bereits weltbekannt geworden. Es ist keine Erzählung, sondern das wahre Erlebnis eines sowjetischen Kampffliegers.
Meressjew ist kein anderer als der Held der Sowjetunion Alexej Maressjew, der sich nach dem Kriege auf vielen Friedenskonferenzen mit
derselben Hartnäckigkeit für den Weltfrieden eingesetzt hat, mit der er während des Krieges seine HEIMAT verteidigte. 
Die Munitionskassetten waren leer: bei der Verfolgung der Transportflugzeuge hatte er seinen ganzen Munitionsvorrat verschossen.
Aber der Feind dort wusste ja nichts davon! Alexej beschloss sich unbewaffnet in das Kampfgetümmel zu wagen, mit der Absicht,
wenigstens zahlenmäßig das Kräfteverhältnis zu verbessern. Er sollte sich getäuscht haben. In der Jagdmaschine, die er so erfolglos angegriffen hatte,
saß ein erfahrener und gut beobachtender Pilot. Er hatte bemerkt, dass sein Gegner unbewaffnet war, und gab seinen Kameraden einen Befehl.
Vier Messerschmitts schieden aus dem Kampf aus, schlossen Alexej von den Seiten ein, nahmen ihn von oben unten in die Klemme und zwangen in eine doppelte 'Zange',
indem sie ihm Maschinengewehrgarben, die deutlich in den blauen, durchsichtigen Luft zu sehen waren, den Weg vorschrieben. Einige Tage zuvor hatte Alexej gehört,
das berühmte Richthofen - Geschwader sei aus dem Westen hierher, in das Gebiet von Starja Russa, verlegt worden. In ihm dienten die ASSE des faschistischen Reiches,
es stand unter dem persönlichen Schutz Görings. Alexej begriff, dass in die Krallen dieser Luftwölfe geraten war,
und dass sie ihn offenbar zu ihrem Flugplatz eskortieren und zur Landung zwingen wollten, um ihn dann gefangenzunehmen.'
Immer häufiger vernahm er jetzt in der Unterhaltung der Ärzte das furchtbare Wort 'Amputation'. Wassili Wassiljewitsch machte ab zu am Bette Meressjew halt und
fragte: 'Nun, wie steht's, Krabbler, hast du Schmerzen? Vielleicht besser abschneiden, ha? Tschik - und weg damit!'
Lies, lies, das passt genau auf dich', beharrte der Kommissar.  Meressjew las den Artikel durch. Es war ein Bericht über einen russischen Militärflieger,
einen Leutnant Valerian Arkadjewitsch Karpowitsch. Als dieser über den feindlichen Stellungen flog, wurde er von einem deutschen Geschoss am Bein verwundet.
Mit einem zertrümmerten Fuss gelang es ihm, auf seiner 'Farman' noch über die Frontline zu kommen und bei den Seinen zu landen. Der Fuss wurde ihm abgenommen,
doch der junge Offizier wollten keinesfalls aus der Armee entlassen werden. Er erfand eine Prothese besonderer Konstruktion, trieb lange und beharrlich Gymnastik,
trainierte und konnte im Ergebnis gegen Ende des Krieges in die Armee zurückkehren....'Ein Sowjetmensch',
wiederholte Alexej mechanisch und konnte noch immer seinen Blick nicht von der Notiz wenden.
Sie ist ja eine Frau! Sie muss doch wenigstens Neugierige für mich empfinden oder so. Wenn man sie liebt, zum Teufel, und wie liebt...
Ach, Ljoschka, Ljoschka! Du hast ihn doch gekannt, euren...Nun sag mir: Wieso war er besser als ich, wodurch hat er sich in ihr Herz geschlichen?
War er klug, war er schön? Was für ein Held war er denn eigentlich?
Alexej rief sich den Kommissar Worobjow ins Gedächtnis, seinen großen, gedunsenen Körper, gelb auf dem weißen Bettuch, und die Frau,
die über ihm im ewig weiblichen Leid erstarrt war; ihm fiel jene Erzählung von den Rotarmisten ein, die in der Wüste marschierten.
'Er war ein WAHRE  MENSCH, Major, ein BOLSCHEWIK. Hoffen wir, dass wir beide auch so werden!'
Wenig unter sich sah er eine 'La-5' und eine sie von oben angreifende 'Focke'. Er erfasste nicht die Nummer der sowjetischen Maschine,
doch er ahnte, er fühlte, dass das Petrow war. Aus allen Rohren feuernd, jagte die 'Focke-Wulf' auf ihn zu.
Petrow hatte noch Bruchteile von Sekunden zu leben. Sie kämpften viel zu nah, und Alexej konnte,
wollte er die Regeln des Luftkampfes wahren, seinem Freund nicht zu Hilfe eilen. Er hatte weder Zeit noch Platz, seine Maschine zu wenden.
Das Leben des Kameraden, das auf dem Spiel stand, veranlasste Meressjew, etwas zu riskieren. Er drückte seine Maschine senkrecht nach unten und gab Gas.
Vom eigenen Gewicht gezogen, multipliziert mit der Schwerkraft und der vollen Kraft des Motors, durch die ungewöhnliche Anspannung vibrierend,
stürzte das Flugzeug wie ein Stein, nein, nicht wie ein Stein, sondern wie eine Rakete direkt auf den kurzflügeligen Rumpf der 'Focke' zu und
deckte sie mit seinen Geschossgarben ein. Meressjew spürte, wie ihm das Bewusstsein bei dieser wahnsinnigen Geschwindigkeit und
dem plötzlichen Höhenverlust schwand. Er raste in den Abgrund und merkte mit seinen getrübten, blutunterlaufenen Augen kaum,
wie die 'Focke' dicht unter seinem Propeller von einer Explosionswolke eingehüllt wurde. Und Petrow? Er war verschwunden. Wo war er? Abgeschossen? Abgesprungen? Entkommen?
Der Himmel im weiten Rund war rein, und irgendwoher aus der Ferne drang aus einem nicht mehr sichtbaren Flugzeug eine dröhnende Stimme durch den still gewordenen Äther zu ihm:
'Hier Möwe zwo, Fedotow; hier Möwe zwo, Fedotow. Formiert euch, formiert euch bei mir. Nach Hause. Hier Möwe zwo...' 
Fedotow sammelt wohl die Staffel. Nachdem Meressjew mit der 'Focke-Wulf' abgerechnet hatte, zog er sein Flugzeug aus dem irrsinnigen senkrechten Sturzflug,
ergötzte sich gierig und schwer atmend an der eingetretenen Stille und empfand Freude an der vorübergegangenen Gefahr, empfand die Freude DES SIEGES...
Meine Liebe! ... Heute hab ich drei feindliche Flieger abgeschossen. Doch darum geht es jetzt nicht. Manche meiner Kameraden tun das jetzt fast täglich.
Ich möchte mich damit nicht brüsten...meine teure ferne Geliebte! Heute will ich, und heute habe ich das Recht dazu,
dir alles erzählen, was mit mir vor achtzehn Monaten geschehen ist und was ich, wie bedaure, sehr bedaure, vor dir verheimlicht habe.
Nur aber habe ich mich endlich entschlossen...
  • Jagdflieger - Großen Vaterländischen Krieges - Internet Wikipedia
  • April 1942 sein Jagdflugzeug abeschossen (Staraja Russa)
》 in Kraft in das sowjetische Gebiet: 18-tätigen Rückmarsches
》 beide Beine unterhalb des Knies amputiert
》 Kontrolle seiner Prothesen zu meistern
》 Jagdflieger: Juli 1943 Schlacht bei Kursk, August 1943 - 3 'Focke-Wulf 190' Abschüsse
》 Held der Sowjetunion
  • Jagdpilot:
a) Sowjetunion, z.B. Iwan Nikitowitsch Koschedub 62 Abschüsse, Alexej Petrowitsch Maressjew, Alexander Iwanowitsch Pokryschkin
b) Deutschland / 'Asse', z.B. Erich Hartmann 352 Abschüsse, Hans - Ulrich Rudel, Gerhard Barkhorn
》Erich Hartmann ('Bubi') 1922-1993: 'bestätigten Abschüssen' + 'erfolgreichsten Jagdflieger' : Messerschmitt Bf 109:
a) Ostfront - Jagdgeschwader 52 / Oktober 1942
b) Bf 109 mit schwarz gezackten Muster bemalen = 'schwarze Teufel'
c) 150. Sieg - Ritterkreuz des Eisernen Kreuz 1943, 202. Sieg - Ritterkreuz - Eichenlaub 1944, 301. Sieg - Ritterkreuz - Schwerter, 25.8.1944 Ritterkreuz - Brillanten, 8.5.1945 letzte Sieg 352. Abschüsse, einer sowjetische 'Jakowlew' (Major)
d) Gefangenschaft in der 'Rote Armee': 20 Jahren Zuchthaus, Hungerstreik, Folter, 25 Jahren Zwangsarbeit, u.a. in Sibirien, entlassen 1955 ('Heimkehr der Zehntausend')
e) Wiederbewaffnung / BRD - Bundeswehr
f) Internet Wikipedia, mein Buch - Bibliothek: Raymond F. Toliver, Trevor J. Constable - 'Holt Hartmann vom Himmel! Die Geschichte des erfolgreichsten Jagdfliegers der Welt'

Ich lebe in der Bundesrepublik Deutschland, SUPER!

Danke Thomas Keilhack

Soja Anatoljewa Kosmodemjanskaja 1923-1941 - Held der Sowjetunion

  • 800-jähriges Frauenstein: deutsche Soldat (mit Stahlhelm): 2. Weltkrieg, siehe Hitler neuer Krieg am 22.6.1941 gegen die UdSSR (Kommunismus): gefallen, sie Max Richter (mein Opa und Brigitte) - (27.6.1944) - Kriegerdenkmal ...

aber: in der UdSSR = Komsomol = Kommunistitscheski Sojus Molodjoshi = Leninischer Kommunistischer Jugendverband der Sowjetunion 4.11.1918: gegen Hitler / Wehrmacht

》 gegen Moskau = Plan von 'Barbarossa'
》 Kampf gegen die 'FASCHISTEN', einen Partisanen gegen die 'Nazis' , Beispiel:
Die 18-jährige Komsolzin Soja Kosmodemjanskaja gehörte einer Partisanenabteilung an. 
Die Faschistennahmen sie November 1941 in der Nähe Moskaus gefangen. Sie folterten das Mädchen grausam,
aber sie erfahren nichts über Soja Kampfgefährten. Als die Henker die junge Patriotin zum Galgen führten,
rief Soja den sowjetischen Bürgern zu, die FASCHISTEN an den Hinrichtungsort getrieben hatten: 'Ich fürchte mich nicht zu sterben,  Genossen! 
Es ist ein Glück, für sein Volk zu sterben! Lebt wohl, Genossen! Kämpft, fürchtet Euch nicht!'
》 Hitler:
Nur so werden wir in der Lage sein, im zwei Jahren materiell und personell unsere Aufgaben in der Luft und auf den Weltmeeren zu meistern, 
wenn wir die Landfragen endgültig und gründlich lösen. Unsere Aufgaben gegenüber RUSSLAND: Wehrmacht zerschlagen, 
Staat auflösen...Kommunismus ungeheure Gefahr für die Zukunft. Wir müssen vom dem Standpunkt des soldatischen Kameradentums abrücken.
Der Kommunist ist vorher kein Kamerad und nachher kein Kamerad.  Es handelt sich um einen Vernichtungskampf.
  • Partisanin = Heldin der Sowjetunion - Roten Armee in das Gebiet von Moskau - bestattet in Moskau auf dem Nowodewitschi - Friedhof
》 Internet Wikipedia (in der DDR Polytechnische Oberschule Geschichte 9 in Frauenstein 'Julius-Fucik-Oberschule' - Jugendlexikon UdSSR -Direktor 'Böhme'
  • Moskauer Oberschule: freiwillig zum Dienst im Partisaneneinheit '...dt. Unterkünfte hinter der Frontlinie zu zerstören'
  • Häuser anzünden im Dorf Petrischtschwo (Pferdestall Deutschen verloren 20 Pferde)
  • 197. Infanterie - Division: gefoltert, ausser Deckname 'Tanja'
  • zweisprachig 'Brandstifterin' 29.11.1941 um 10.30 Uhr hingerichtet = Weihnachtszeit beerdigte man man sie
  • 'Abschreckung' ...'...wo er von Betrunkenen geschändet wurde.'
  • 27.1.1942 veröffentlichte in der 'Prawda'
  • 30.1.1942 die Leiche nach Moskau (Bruder auf Zeitungsfoto erkannt - indentiziert)
  • Bilder: 'nachträglich Schändung des Körpers machten, so wurden Teile des Oberkörpers entblößt und sie mit dem Strick um den Hals in den Schnee gelegt.'
  • Heiligsprechung - Nationalheldin 2008 ('Komosomskaja Prawda') - IKONE
》 'Verachtung der Kriege - Wir HASSEN FASCHISTEN, NATIONALSOZIALISTEN' = Frei.Wild!!!!

23.5.1618 Fenstersturz zur Prag - 400. Jahrestag

  • Sturz Martinitz und Slavata
  • Beginn des Dreißigjährigen Krieges 1618-1648
  • Böhmischen Ständeaufstandes
  • protestantischen ¤ katholischen
  • Kaiser
  • Ende Krieg 24.10.1648
P.S.: Reinhard Lakomy
Reise nach Prag

Heute fahr' ich nach Prag,
weil ich Prag nun mal mag.
Außerdem hab' ich da auch noch zu tun.
Das ist mir nie zu weit.
Es ist schön, von Zeit zu Zeit
sich in Prag von Berlin mal auszuruh'n.
Und ich tausche mein Geld
auf der Bank gegen Kronenscheine ein.
Dreimalsoviel klingt schön.
Na, dann muss ich eben seh'n,
sicher hilf mir Jiri auch.
Schön, wenn man ihn hat,
den Freund in fremder Stadt.
Und ich freu' mich auf Prag,
weil ich Prag so sehr mag. 
Diese Stadt, die mich immer schon bestach,
Und mein Motor, der brummt.
Damit er nicht verstummt,
tank' ich nochmal in Freienhufen nach.
Und ich geh' gleich nach dem Kaffee
kurz mal in den Intershop.
Nur mal seh'n, was für Platten steh'n.
Und ich mach' mir einen Kopp.
Schnell heraus!
Das hält keiner aus,
und es hat auch keinen Zweck.
Hätt' ich was, kaufte ich zum Spaß
eine Scheibe von Roy Black. 
Schon ist Dresden, 
und ich seh' die Bastei.
Stumm droht mir die Festung Königstein.
Doch das Ding ist ja alt,
und ich stell' mich nun bald
auf die freundliche Zollkontrolle ein.
Vielen Dank! Wiederseh'n!
Weiter geht's und die Straßen werden schön.
Ich finde wieder Ruh'. 
Die Skodas nehmen zu,
und ich fühle mich so froh.
so als ob ich Mozart wär', 
und hätte heut' in Prag Premier!
Hätte Tausende von Kronen,
könnt' in feinsten Zimmern wohnen.
Ei, was könnte ich dann kaufen
wieviel Pilsner könnt' ich trinken.
Alle Mädchen würden winken.
Aber so ist's auch ganz schön,
werd' um sieben Jiri seh'n 
um Chinesisch essen geh'n,
einen schönen Film ansehen,
in diversen Diskos stehen,
und die Morgensonne sehen.
und dann lall' ich:
Guten Tag, Prag!'
  • Lakomy 1946-2013: Komponist, Pianist, Sänger / DDR
  • z.B. 'Der Traumzauberbaum', 'Heute bin ich allein", 'Es war doch nicht das erste Mal' (Schlagern, Jazz, Filmmusik, elektr. Musik)
  • '...weil ihm die Aufmerksamkeit um seine Person unangenehm...'
  • 'Unterdrückungsstaat mit seinen unfähigen Wirtschaftsfunktionären, die nur dem Westen nachmachen wollten.'
  • Auszeichnungen: Kunstpreise - FDJ, DDR, DTSB, Nationalpreis d. DDR》protestierten: Wolf Biermann - Wehrdienstes in der NVA
  • 'Wenn man auf ein so reiches Leben zurückblicken kann, wird das Fest nicht schöner, nur weil es länger dauert' = Lieblingssprüche
  • 1968 Alexander Dubcek KP - Prager Frühling (21.8.) - Sowjetische Panzer - Dubcek: 'Sozialismus mit menschlichem Antlitz'
  • 2013 gestorben (Krebserkrankung)
P.S.: Prag - Protektorat Böhmen und Mähren 1940
P.S.: 30-jährigen Krieg 1618 - 1648 - Prag - Magdeburg 1631 (9. Mai oder 19. neuen Stils)

In der Katharinenkirche hieben die eindringenden Kroaten den dort zur Betstunde versammelten Frauen, die kniend und mit gefalteten Händen um ihr Leben flehten, ohne Erbarmen die Köpfe herunter, ja einer der Bösewichter zerstückelte sogar einen Säugling an der Brust seiner Mutter. In den Straßen ging es womöglich noch grausamer zu; einem bejahrten adligen Herrn wurde der Mund mit Pulver gefüllt und ihm so das Haupt zersprengt. Kleine Kinder, die an den Leichen ihrer Eltern wimmerten, wurden von den bestialischen Kroaten lebendig auf die Spieße gesteckt und gleichsam im Triumphe auf den Gassen heraumgetragen. Auch in der Stadtschule drangen die plündernden Kroaten. Dem Rektor gelang es, sein und seines Sohnes Leben durch eine Ranzion (Lösegeld) zu retten, aber er musste mit ansehen, wie seine Schüler, die der wilden Soldateska nichts zu bieten hatten, jämmerlich niedergehauen wurden, wobei die Klasse von Blut floss und das Gehirn der gespaltenen Schädel an die Wände spritzte. Kurzum, der Blutszenen gab es viele Tausende, und kaum hat die Kriegsfurie je so grauenvoll gewütet wie in dem unglücklichen Magdeburg. Staunenswert zeigte sich der Mut der Frauen; ein junges schönes Mädchen sprang in einen Brunnen und sich selbst den Tod, um ihre Ehre zu bewahren; ein anderes handelte ähnlich - es war von einem Offizier gerettet worden, nachdem man vor ihren Augen die beiden Eltern und den Bräutigam gemordet hatte. Der Offizier übergab sie gebunden einigen Soldaten, die sie nach dem Lager in sein Zelt schleppen sollten; unterwegs aber bat sie, man möchte ihr gestatten, dass sie sich die Tränen aus den Augen wische - kaum aber fühlte sie ihre Bande gelockert, so stürzte sich von der Brücke hinab in den Strom. Zwanzig andere Jungfrauen sprangen ebenfalls Hand in Hand in die Elbe, um den verhassten Kroaten zu entgehen. Mit einem Wort, wohin sich auch der Blick wenden mochte, überall begegnet er Mord und Tod. Zu der Grausamkeit der Menschen gesellte sich noch das verheerende Element des Feuer. Gegen fünfzig Häuser standen in hellen Flammen, aber nicht nur in der Nähe der Hohen Pforte, wo der Befehl von Pappenheim ausgegangen war, sondern auch an den entgegengesetzen Seiten der Stadt. Angefacht durch einen sich erhebenden heftigen Nordostwind wälzten sich die Flammen von Haus zu Haus, aber trotz des verzehrenden Brandes währte das Kämpfen, Morden und Rauben ohne Unterbrechung fort (Andreas durch Guericke)

1. FC Magdeburg in der 2. Bundesliga = Super - gegen Dynamo Dresden!!!